Nahwärmenetz 2.0 – Baubeginn Heizzentrale

Liebe Mitglieder unserer Genossenschaft,

Was lange währt, wird endlich gut!

Nach einer längeren Wartezeit haben wir in der letzten Juniwoche nun endlich die lang ersehnte Baugenehmigung für unsere Heizzentrale erhalten. Deshalb konnten die Bauarbeiten umgehend beginnen. Die Bodenplatte des Aschekellers wurde bereits erfolgreich betoniert und die ersten Wände werden diese Woche aufgestellt.

Die Betonarbeiten werden von der Firma Xaver Abenstein ausgeführt, während die Rudolf Hörmann GmbH das Gebäude errichtet. Sobald die Bodenplatte betoniert und ausgehärtet ist und Wände im Erdgeschoss gestellt sind, wird die Firma Agro Forst- und Energietechnik die Heizkessel liefern. Darüber hinaus konnten inzwischen weitere wichtige Gewerke vergeben werden: Die Elektroinstallation der Heizzentrale übernimmt die Elokom GmbH, die Wärmeanlagen Wärmepumpen und Ölkessel werden von der Julius Gaiser GmbH installiert.

Auch beim Rohrleitungsbau kommen wir gut voran. In der Bahnhofstraße liegen wir derzeit im Zeitplan. Besonders erfreulich ist, dass die anspruchsvollen Bahnquerungen bereits erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Wer in der dritten Juniwoche einen Blick in die Baugruben geworfen hat, konnte sich selbst von den beeindruckenden Dimensionen überzeugen – insbesondere der Graben und das unter den Bahngleisen eingebrachte Rohr waren beachtlich. Umso schöner war es, dass die Bahnhofstraße pünktlich zum Pfisterer-Jubiläum wieder befahrbar war.

Ebenso konnte die Freigabe der Hauptstraße wie geplant zum 15. Juni erfolgen. Dort mussten wir allerdings einige unerwartete Herausforderungen meistern. Unter anderem stießen wir auf massive Felsformationen sowie auf ehemalige Güllegruben im Straßenbereich. Dadurch mussten die Leitungsgräben teilweise deutlich tiefer ausgeführt werden als ursprünglich vorgesehen. Auch die Ärmelstraße ist inzwischen bis zu den Bahngleisen erschlossen.

In den vergangenen Wochen wurden außerdem die Wärmeübergabestationen sowie deren Verrohrung und Elektroinstallation ausgeschrieben. Den Zuschlag für die Wärmeübergabestationen erhielt erneut die Firma YADOS, deren Stationen sich bereits im Nahwärmenetz 1.0 bewährt haben. Die Elektroinstallation in den angeschlossenen Gebäuden übernimmt ebenso die Elokom GmbH. Die Vergabe der Verrohrungsarbeiten erfolgte an die Kopf Umwelt- und Energietechnik GmbH, die auch die Schweißarbeiten an den Hauptwärmeleitungen übernimmt.

In den kommenden Wochen wird der Ausbau der Bahnhofstraße planmäßig fortgesetzt. Die Überquerung der Kreuzung stellt aufgrund der Zufahrt zur Firma Pfisterer eine besondere Herausforderung dar. Daher wird diese Überquerung erst nach dem Sommerurlaub der Firma Noller angegangen. Nach Fertigstellung der Bahnhofstraße geht es im Montal und Seefeld weiter.

Mehrfach wurde uns aus dem Montal die berechtigte Frage gestellt, ob sich die Verzögerungen beim Bau der Heizzentrale auf die Wärmeversorgung im kommenden Winter auswirken könnten. Leider müssen wir diese Frage mit Ja beantworten. Aufgrund der verzögerten Genehmigung liegen wir derzeit rund zwei Monate hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Wer jedoch zwingend Wärme benötigt (Heizung kaputt, kein Öl mehr, etc.), kann in Abstimmung mit uns von der Biogasanlage her mit Wärme beliefert werden, wenn die Übergabestationen montiert sind. Diese Lösung ist jedoch nur begrenzt möglich, da die Kapazität der Biogasanlage begrenzt ist und die Versorgung der Firma Pfisterer zur Heizsaison sichergestellt werden muss. Die Inbetriebnahme der Wärmeerzeuger in der neuen Heizzentrale ist ungefähr im Laufe des Novembers und Dezembers vorgesehen. Sobald wir funktionsfähige Wärmeerzeuger haben, können alle angeschlossenen Gebäude auf die neue Heizzentrale umgestellt werden.

 

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